29.10.2013
Honigprämierung: Bestnoten für Josef Buller und Johannes Oelrich
„Das Produkt hat einen unglaublich guten Ruf“…
„Das Produkt hat einen unglaublich guten Ruf“
Honigprämierun: 47 Imker reichen Proben ein / Bestnoten für Josef Buller und Johannes Oelrich
Honigprämierung: Mit 47 Honigproben haben sich Imker aus den Kreisenvereinen Steinfurt und tecklenburg an der Honigprämierung beteiligt. Die besten Imker erhielten jetzt in der Gaststäte Lindenhof in Steinfurt-Borghorst eine Urkunde, in der die Qualität des Produktes bescheinigt wird.
Kreis Steinfurt. Honig ist gleich Honig? Von wegen. Die Unterschiede sind riesig – und nicht nur bim Geschmack. „Auch bei der Qualität können zwischen billigen Importhonigen und hochwertigen regionalen Imkerhonigen Welten liegen – Stichworte Pestizidbelastung, Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen, Medikamentenrückstände“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisimkervereine Steinfurt und Tecklenburg.
Um die Qualität ihres Produktes zu garantieren, beteiligen sich deshalb viele heimische Imker an der Honigbewertung des Landesverbandes westfälisches und lippischer Imker. Aufmachung des Glases, Geschmack,Wassergehalt, Enzymaktivität und mögliche Rückstände sind Kriterien der Berwertung.
Am Sonntag hatten die beiden Imkervereine gemeinsam in das Hotel Lindenhof nach Steinfurt-Borghorst zur Honigprämierung geladen. 47 Honigproben waren eingereicht worden, drei Viertel erwiesen sich als „ausgezeichnet“.
Die besten Honige kommen aus Kattenvenne von der Imkerei Josef Buller und aus Ochtrup von der Imkerei Johannes Oelerich. „Gutes Abschneiden bei der Honigbewertung ist eine prima Reklame“, warb der Honigobmann der Imnkerverbände, Heinz Wilpers, für die Honigbewertung. „Ich kann sie nur jedem Imker empfehlen.“
„Sie haben ein Produkt, das einen unglaublich guten Ruf hat und deshalb auf dem Markt alle Chancen“,
>>Gutes Abschneiden bei der Honigbewertung ist eine prima Reklame<<
Hoingobmann Heinz Wilpers
zitiert die Mitteilung den grünen Landtagsabgeordneten Nordwich Rüße, der die Laudatio hielt. Allerdings stellen die Imker ihr Licht viel zu sehr hinter dem Scheffel. Hochwertige Honige würden vom Imker häufig billiger verkauft als Importhonige im Supermarkt. „Ich möchte Sie dazu kriegen, dass Sie wenigstens eine schwarze Null schreiben“, so der Abgeordnete. Überhaupt sollten die Imker bessere Lobbyarbeit machen. Die Bauernverbände liegen uns ständig in den Ohren. Sie müssen das auch tun.“
Guido Eich, Bienensachverständiger des Bieneninstituts Celle, nutzte wie auch andere umgehend die Gelegenheit. Er warb für vermehrten Anbau heimischer Futtermittelpflanzen, die alle eine gute Bienenweide seien. Laut Mittelung fand Eich in Anspieleung auf Sojaimporte drastische Worte: „So, wie es jetzt ist, fressen unsere Sauen den brailianischen Urwald auf und scheißen anschließend das Münsterland zu.“
Im Anschluss an die Diskussion beschäftigte sich Eich in einem Fachvortrag mit dem Thema Faulbrut, die gegenwärtig grassiert. „Es kann jeden treffen“, wandte er sich gegen die Auffassung, nur „Chaosimker“ seien gefährdet. Der Kampf gegen die Seuche habe nur Aussicht auf Erfolg, wenn sich alle Imker im jeweiligen Sperrbezirk ohne falsche Scham am nötigen Sanierungsmaßnahmen beteiligen. „Wir müssen dahin kommen, dass Imker verdächtige Beobachtungen angstfrei melden“, zitiert die Mitteilung den Sachverständigen.
Quelle: Westfälische Nachrichten